Zielfisch: ZanderTop-Köder für den Zander-FangZander gelten als wählerische und vorsichtige Räuber. In den warmen Sommermonaten, wenn die Fänge ohnehin zurückgehen, sind Erfolge mit Kunstködern schwierig. Dann bietet es sich an, auf Köderfische und Fischfetzen zurückzugreifen. Naturköder liefern nicht nur optische sondern auch Geruchsreize. Ritzen Sie Ihren KöFi in den Flanken etwas ein. So gibt der Köderfisch mehr Geruchsstoffe frei. Für die Anköderung gibt der Markt diverse Systeme her, bspw. das klassische Drachkovich-System. Bei der Grundangelei genügt die Lippenköderung mit einem einfachen Zanderhaken. Alternativ fischen Sie mit Dropshot-System. Gerade in Sommer und Winter, wenn die Zander weniger aktiv sind, können Sie Ihren Köder in Grundnähe und langsam präsentieren und führen. Auch hier sind natürliche Köder einsetzbar, auch wenn i. d. R. Gummiköder verwendet werden. Gummifische und Twister gehören ebenfalls zu den besseren Zanderködern. Form und Farbe hängen, wie immer, vom Gewässer ab. Ist das Wasser trübe, bieten sich grelle Farben an. In klarem Wasser sind natürliche Farben angesagt. Mit Blech fängt man Zander nur schwer bis gar nicht. Versuchen Sie am besten gar nicht erst, Zander mit Blinker oder Spinner zu erwischen. Solche Fänge kann man getrost als Zufall abtun. Beste Jahreszeit für den Zander-FangZander sind in vielen Gewässern bis in den Frühsommer hinein geschützt. Gefangene Tiere müssen dann schonend zurückgesetzt werden. Ist die Schonzeit vorüber beginnt i. d. R. die schönste Zeit für den Zander-Angler. Die Gewässer haben die optimale Temperatur, und die Zander stärken sich wieder nach den wochenlangen Laichstrapazen. Zum Winter hin wird es schwieriger, Zander zu fangen. Beste Tageszeit für den Zander-FangZander werden größtenteils in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden gefangen. Der Zander ist ein nachtaktiver Sichträuber. Hot-Spots: Erfolgversprechende Angelplätze bei der Zander-JagdHalten Sie Ausschau nach
Dabei sind häufig die Seeseiten interessant, auf denen der Wind steht. Der Wind befördert Nährstoffe, denen die Friedfische folgen. Wie alle Raubfische folgen auch die Zander den Friedfischschwärmen. Ideales Wetter für den Zander-FangAuch beim Angeln auf Zander ist trübes Wetter nicht schlecht. Entscheidender noch als Bewölkung und Niederschlag sind die Luftdruckverhältnisse. Bei stark verändertem Luftdruck sind Fänge schwierig, da sich die Zander erst an die neuen Verhältnisse anpassen muss. Anders als bspw. beim Hecht gleicht der Zander die veränderten Druckverhältnisse über das Verdauungssystem aus. Längere unveränderte Drcukverhältnisse sind für den Fangerfolg wichtig. Tipps & TricksIn den letzten Jahren haben sich vor allem zwei Methoden für das Zanderangeln hervorgetan. Ob Dropshot- oder Faulenzermethode, beide Techniken zielen darauf ab, dem Zander den Köder in Grundnähe und im Sichtbereich zu präsentieren. Dabei spielen ausgedehnte Ruhephasen in der Köderführung eine große Rolle. Besonders in den warmen Sommermonaten und im Winter haben diese Methoden Vorteile. Haben Sie den Zander erst einmal gefunden, stehen die Chancen nicht schlecht, in näherer Umgebung weitere zu fangen. Kämmen Sie einen Fangplatz also systematisch nach weiteren Räubern ab. Setzen Sie als Vorfach bestenfalls Fluor-Carbon-Vorfächer ein, die im Wasser nahezu unsichtbar sind. So mindern Sie die Gefahr, den scheuen Räuber zu verschrecken. FazitEinen Zander zu fangen, ist vielerorts gar nicht so einfach. Der barschartige Räuber ist vorsichtig, launisch und in der Küche ein Leckerbissen. In den Abend- und Nachtstunden der wärmeren Monate kann man ihm mit frischen und angeschnittenen Lauben oder Plötzen auf Grund oder an der Spinnangel gut erwischen. Haben Sie Anregungen, Ergänzungen, Tipps oder interessante Erfahrungen zum Zielfisch, schreiben Sie uns doch. |